Schloss Herrnsheim
Das Schloss Herrnsheim im Wormser Stadtteil Herrnsheim zählt zu den bedeutendsten Schlossanlagen in Rheinland-Pfalz und blickt auf eine über 560-jährige Geschichte zurück.
Zum Schloss gehört ein etwa 10,5 Hektar großer Schlosspark, der Ende des 18. Jahrhunderts vom berühmten Gartenarchitekten Friedrich Ludwig Sckell in einen englischen Landschaftsgarten umgestaltet wurde. Mit seinen geschwungenen Wegen, alten Bäumen, Wiesen, Teichen, einer Insel und einer Orangerie zählt er zu den schönsten und bedeutendsten Landschaftsgärten in Rheinland-Pfalz.
Im Jahr 1883 wurde das Schloss von der Familie von Dalberg an den Wormser Industriellen Cornelius Wilhelm von Heyl zu Herrnsheim verkauft. Seit 1958 befindet sich die Anlage im Besitz der Stadt Worms. Viele Jahre diente das Schloss als Ort für kulturelle Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen und Trauungen. Aufgrund seines hohen historischen und kunstgeschichtlichen Wertes wurde es 2014 als Denkmal von nationaler Bedeutung eingestuft. Derzeit wird das Schloss umfassend restauriert und saniert. Während die Innenräume bis auf Weiteres nicht besichtigt werden können, ist der weitläufige Schlosspark weiterhin öffentlich zugänglich und lädt Besucher zu Spaziergängen und zum Erleben der historischen Gartenkunst ein. Das Schloss Herrnsheim gilt heute als eines der schönsten Beispiele des Empire-Stils in Deutschland und ist ein bedeutendes Kulturdenkmal, das die bewegte Geschichte der Region eindrucksvoll widerspiegelt.
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